plus minus gleich

Südtirol September 2012



Nach nunmehr 10 Jahren Drill, endlich die Landung. Am 08.09.2012 gaben wir uns da "Ja- Wort"... Unsere Flitterwochen führten in den schönen Süden..genauer Südtirol. Nach unserem Kurztrip an den Bodensee waren wir so beeindruck von der Landschaft, dass wir dies als unser Urlaubsziel festmachten und dort etwas mehr Zeit verbringen wollten.  

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Der Winter geht in die Verlängerung... Zeit zum Rutenbau



Wie lange will dieser Winter noch dauern... diese Frage stellt sich wohl so ziemlich jeder, der auf den Frühling und mildes Klima wartet. Zum Fischen ist es mir persönlich einfach zu kalt und die Wenigen, die sich trotz der Eiseskälte ans Wasser wagen, werden nur selten belohnt. Wobei durchaus Fische gefangenwerden. Ich habe die letzten Wochen genutzt, um mich etwas mehr mit dem Thema Rutenbau zu beschäftigen. Einige Eindrücke und Arbeitsschritte möchte ich in diesen Beitrag wiedergeben.

Lappland August 2015

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Wenn mich jemand vor 10 Jahren gefragt hätte, wo ich am liebsten mal meine Fliegenrute schwingen möchte, dann wäre meine Antwort mit Sicherheit Lappland gewesen.


In diesem Jahr sollte dieser "kleine Traum" in Erfüllung gehen und so machten sich Thomas und Thomas auf dem Weg -1800 Km gen Norden-.

Über "kleine" Umwege erreichten wir nach einer Tagesfahrt am frühen Morgen unsere Unterkunft am Campingplatz Blattnicksele. Nach einer kleinen Mütze Schlaf in unserer "üppigen" Behausung, sollte es dann auch endlich ans Wasser gehen...nur wohin?!



Die Möglichkeiten vor Ort sind schier unendlich. Schon bei der Anreise umgab uns ständig Wasser in allen Variationen und die Randstreifen der Wege waren gesäumt von Pilzen und Beeren. Bereits im Vorfeld war uns klar, dass der Großteil der Flüsse im Moment einiges an Wasser mit sich führen sollte und so holten wir uns Rat bei unserem Campingplatz-Wart und Guide Kallé... wir entschieden uns den ersten Tag am Juktân zu verbringen. Ein im mittleren Bereich aufgestauter See, wobei der Flusslauf anschließend geregelten Ablauf hat. Da aber auch die Seen mittlerweile "randvoll" waren, musste auch der Abfluss erhöht werden und so war auch lief auch hier viel Wasser runter.

Die Fischerei lief doch recht schleppend an und so gab es zumindest für mich nur wenige Kontakte. Thomas fing einige schöne Äschen mit der Trockenfliege. Die Umgebung jedenfalls, war der "Hammer". Steigende Fische gab es recht wenige uns so wurden die Stellen auf Verdacht angeworfen und manches Mal vergriff sich eine Äsche. Ein Versuch mit Nymphe brachte nicht einen einzigen Biss hervor.

Gegen Mitternacht beendeten wir die erste Runde um am morgen wieder an den Juktân zu fahren, die Lizenzen gelten immer 24 Stunden und so hatten wir noch am Folgetag einige Zeit zum Fischen und überlegten, wo wir als nächstes hinfahren. Wir konnten jeder einige Äschen fangen und Thomas gelang zu guter Letzt der Fang einer stattlichen Bachforelle. Für den Nachmittag planten wir einen Ausflug nach Sorsele mit Besuch beim dortigen "Fiskecenter". Zugegeben, meine Vorstellung von Fiskecenter waren doch etwas anders..aber alles in allem, konnte man in diesem kleinen Lädchen alles besorgen was man eventuell zu Hause vergessen hat....Floatant -welches warm und trocken zu Hause weilte- zum Beispiel.

Auf Empfehlung des Lokals besorgten wir uns die Lizenzen für den Gertsbácken. Ein toller Fluss mit viel Struktur, Rauschen und ruhigeren Bereichen und so dauerte es auch nur wenige Würfe bis die erste Äsche am Haken hing. So ging es auch weiter und wir fingen über den Tag reichlich Äschen in guten Größen. Sedge-Muster waren hier angesagt. Hin und wieder gab es auch Bachforellen, welche aber leider meist recht klein ausfielen.


Der nächste Tag am Gertbácken lief in etwa so ähnlich ab. Eine vermeidliche Forelle, welche bereits am Vortag am gegenüberliegenden Ufer in aller Regelmäßigkeit stieg stellte sich nach mehreren kläglichen Querungsversuchen des  Flusses als  unanfischbar heraus. Aber eine Forelle war da noch..ebenfalls am gegenüberliegenden Ufer. Hier war der Fluss jedoch auf wenige Meter bewatbar und so konnte ich den Fisch knapp anwerfen....nach einigen Versuchen nahm der Fisch auch endlich die Fliege und sprang direkt nach dem Anbiss kerzengerade aus dem Wasser..was für ein Fisch!!! und zack, Schnur schlaff... Leider riss der Fisch mitsamt der Fliege ab.

Am darauffolgenden Tag machten wir uns auf dem Weg an einen Bergsee. Saiblinge und Bachforellen soll es hier geben. Die Bellyboote packte ich wohlwissend mit ein um an diesen Tag festzustellen, dass ein Boot ein dickes fettes Loch hat. Sehr ärgerlich... Aber so gestaltete sich der Fussmarsch nicht ganz so anstregend, denn der Fussweg hatte es mit all dem Marschgepäck doch ganz schön in sich. Angekommen am See ließen wir erstmal die Eindrücke auf uns wirken. Bewegung war keine zu sehen und doch waren wir voller Hoffnung. Während ich mit dem Bellyboot über den See "schipperte" versuchte Thomas vom Ufer aus sein Glück und tatsächlich kam gegen Abend etwas Bewegung ins Wasser. Wirklich große Fische stiegen nach den vereinzelt schwärmenden Köcherfliegen..ein toller Anblick aber außer gucken, war einfach nichts zu machen. Auch wenn wir an diesen Tag nichts gefangen haben, war es ein wirklich toller Tag und in einem waren wir uns einig...hier kann man mit absoluter Sicherheit seinen Traumfisch fangen..wenn die Bedingungen passen... wann immer das auch sein mag! Etwas mehr Insekten wären vielleicht förderlich gewesen.

Die einzigen Insekten, welche stets und ständig present waren, waren die Mücken. Gerade am Bergsee waren diese *'?@*?!§* Vicher die reinste Katastrophe. Gutes Mückenmittel ist hier zeitweise echt goldwert.


Nachdem das Wasser in den vergangenen Tagen immer weiter fiel, war nun auch der "legendäre" Vindelälven" befischbar. So machten wir uns wieder auf dem Weg nach Sorsele zum Fiskecenter um uns die nötigen Lizenzen zu besorgen und von da aus ging es ein ganzen Stück weiter Richtung Norden. Man merkte mit jedem Höhenmeter, wie es kälter wurde und als wir unser Ziel Kraddsele erreichten, konnte man den Schnee auf den Bergen liegen sehen. Der Vindelälven ist ein riesiges Flusssystem welches immer wieder zwischen seenartigen Ausläufern und reißender Strömung wechselt. Außer dem Leitfisch -der Äsche- gibt es dort unter anderem so genannte Sik (Maränenartig), kapitale Hechte und Barsche und als besonderes Schmakerl kapitale Forellen..die Ammarnäs-Forelle! Wohl eine Seeforelle, welche zu bestimmten Zeiten vermehrt in die Flussläufe zieht.


Die Fischerei gleicht dem des Lachs-/ Meerforellenangelns im Fluss. Es kommen Zweihandruten und Tubenfliegen zum Einsatz und je nach Wasserstand werden Polyleader in verschiedene Sinkraten benötigt. Hier sieht man für lappländische Verhältnisse auch viele Angler und trotzdem lässt sich an der weitläufigen Strecke immer ein ruhiges Plätzchen finden.


Das Wasser war immernoch recht hoch und der Fluss kaum bewatbar. Wir fingen nur wenige Äschen und so widmete ich mich, mehr aus Verzweiflung, dem Zweihandwedeln. An einer schönen Stelle am direkten Anfang einer Rausche befischte ich den Nacken und tatsächlich kam abrupt Leben ans andere Ende der Schnur. Beim Biss riß es mir die Schnur durch die Finger doch der Fisch tat mir den Gefallen und kam mir ein ganzes Ende entgegen. Nach einigen erfolglosen Kescherversuchen lag er dann endlich im Netz. Was für ein Fisch und schon alleine deswegen hat sich die Reise mehr als gelohnt. Nach ein paar Fotos durfte der Fisch wieder in sein Element...hier in Kraddsele auch so vorgeschrieben.

Den Folgetag wollten wir noch einmal am Jukán verbringen. Bei unserer Ankunft erwartete uns volles Kontrastprogramm gegenüber den ersten Tagen. Das Wasser war stark gefallen und der komplette Fluss gut zu bewaten. Wir versprachen uns eine gute Fischerei, doch irgendwie kam alles anders. Wir fingen fast NICHTS... kaum steigende Fische und bis zum Abend war einfach nichts zu machen. Am Abend gab es noch einige halbstarke Bachforellen aber nicht eine einzige Äsche. Irgendwie ratlos traten wir dann den Rückweg an und suchten den Grund beim stark gefallen Wasser. Irgendwas muss den Fischen ja auf den Magen geschlagen sein.


Abreisetag... Sachen packen, Häuslein räumen und irgendwie das Gefühl...n paar Tage könnt man eigentlich noch. Auf unserem Rückweg fuhren wir durch die Ortschaft Vilhelmina und besuchten dort noch ein "Fiskecenter". Da wir gut in der Zeit lagen, besorgten wir uns spontan noch die Lizenz für den Vojmán. Ein Blick von der Brücke offenbarte uns einige Äschen, welche im Strömungsschatten der Brückenpfeiler standen. Viele befischbare Plätze boten sich uns allerdings nicht, denn der Fluss war kaum bewatbar und die Fische weit draußen. Ich konnte direkt an der Brücke einen größeren Fisch haken, der sich aber wieder löste. Thomas fing ein paar Äschen. Bei einem gemütlichen Bier ließen wir den Tag ausklingen und bereiteten uns mental auf die Rückreise vor.


Alles in Allem ein rundum gelungener Urlaub mit tollen Fischen und landschaftlichen Eindrücken. Die Möglichkeiten zum Fischen sind unendlich und jedes Gewässer richt förmlich nach Fisch. Für mich steht fest - Das wird nicht der letzte Urlaub in Lappland gewesen sein.




Anbei ein kleines Video mit einigen spannenden Sequenzen



Bildergalerie Lappland

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 05. September 2017 um 16:32 Uhr  

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