plus minus gleich

Südtirol September 2012



Nach nunmehr 10 Jahren Drill, endlich die Landung. Am 08.09.2012 gaben wir uns da "Ja- Wort"... Unsere Flitterwochen führten in den schönen Süden..genauer Südtirol. Nach unserem Kurztrip an den Bodensee waren wir so beeindruck von der Landschaft, dass wir dies als unser Urlaubsziel festmachten und dort etwas mehr Zeit verbringen wollten.  

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Der Winter geht in die Verlängerung... Zeit zum Rutenbau



Wie lange will dieser Winter noch dauern... diese Frage stellt sich wohl so ziemlich jeder, der auf den Frühling und mildes Klima wartet. Zum Fischen ist es mir persönlich einfach zu kalt und die Wenigen, die sich trotz der Eiseskälte ans Wasser wagen, werden nur selten belohnt. Wobei durchaus Fische gefangenwerden. Ich habe die letzten Wochen genutzt, um mich etwas mehr mit dem Thema Rutenbau zu beschäftigen. Einige Eindrücke und Arbeitsschritte möchte ich in diesen Beitrag wiedergeben.

Poor Mans Quad -Rutenbau-

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Rutenbau ist nicht gleich Rutenbau... Eine Rute "AUFzubauen" ist schnell zu erlernen, wenn man einigermaßen handwerkliches Geschick besitzt.

Einen Blank dagegen selber zu machen ist schon eine ganz andere Nummer. Es gibt eine Hand voll Leute, die Ihre Kohlefaserblanks selber wickeln und pressen.

Dann gibt es noch diejenige Fraktion die auf altbewährte Weise Ihre Ruten aus Bambus herstellen.

Jürgen Fischer (jf baltic-cane) ist so Einer, der gern am Bambus rumbibert. So kam es, dass der Jürgen zum 2. Mal eine tolle Aktion startete bei der Jeder -der einigermaßen- handwerklich bewandert ist, eine fischbare Rute bauen kann.
So trafen wir uns am Wochenende des 24. und 25. November 12 zum gemeinschaftlichen Rumwerkeln in Kiel...

 

Dank Roland (Rollo) ergab sich uns die Möglichkeit, feinstes Gerät und super ausgestattete Räumlichkeiten nutzen zu können. Jeder hatte seine Werkbank, die Verpflegung war Klasse..dafür nochmal an dieser Stelle vielen Dank!!!.. und unter professioneller Einweisung durch Jürgen konnte es dann losgehen.

Wer sich schonmal mit dem Bau von gespliessten Ruten befasst hat, weiß, dass bereits das benötigte Werkzeug, die Hobelformen und das benötigte Fachwissen um Material und Berechnungsformeln viel Geld und vor allem Zeit fressen.
Es gibt viele Möglichkeiten eine gespliesste Rute zu bauen...sechseckig, achteckig..viereckig usw.

Eine Möglichkeit auch ohne teure Hobelformen eine einfache aber fischbare Rute zu entwerfen, ist die poor mans quad- Variante.
Hierbei handelt es sich um eine -im Querschnitt- viereckige Rute die aus jeweils 2 Spleißen (2* Handteil / 2* Spitzteil) besteht.
Für die Berechnung des Tapers nutzt man spezielle Tabellen und hobelt die Spleiße nach und nach "auf Maß". Klingt erstmal einfach...ist es aber nicht. Denn 0,85 mm können in der Realität verdammt dünn sein und 1/10mm kann bei der Auswirkung der geplanten Rutenklasse schonmal extrem ins Gewicht fallen. Wichtgste Voraussetzung...scharfes einwandfreies Werkzeug und ein sauberer Arbeitsplatz.

Jürgen hatte alles wunderbar vorbereitet, so bekam jeder ein "Hand-Out" mit den Tabellen und Maßen und alle Arbeitsschritte wurden bis ins Detail beschrieben....Da kann ja eigentlich nichts schiefgehen.

Der Bamubus (Tonkin) wurde bereits in grobe Teile zerlegt. Nun hieß es die Knoten zu ebnen und die einzelnen Spleiße unter Wärme zu richten. Ist das erledigt, gehts fleißig ans hobeln. Zunächst wurden die Spleiße grob vorgehobelt und anschließend im Ofen getrocknet. Hier wird dem Bambus nochmals Feuchtigkeit entzogen.

 

 

 

 

 

 

 

Nun ging es ans Eingemachte und das Spitzen- und Handteil bekam seine entgültige Form. Gerade das Spitzenteil bereitete doch einige Probleme und hin und wieder durchbrach ein knackendes Geräuch die Kulisse...was solls!!! Also noch mal von vorn...wo man doch schon schön in Übung ist. Nachdem die einzelnen Teile auf Maß gehobelt wurden (1.Tag) wurden die Teile miteinander verleimt und anschließend im eigens dafür gebauten Ofen "gebacken"...jetzt nochmal ausrichten und schauen, ob auch alles gerade ist. Was jetzt noch schief ist, bleibt auch schief.

An diesem Wochenende haben alle Ihren Blank fertig gestellt und teilweise den Griff verklebt. Der Griff wurde aus 12 Scheiben Kork in feinster Qualität auf einer Drechselbank selbst geschliffen. Toll was da für individuelle Griffformen bei raus kamen. Jeder Griff ein Unikat. Schieberollenhalter, Holzspacer usw. Da wir hier eine zweiteilige Rute haben, musste die auch noch verhülst werden.

 

 

 

 

 

 

Leider gibt es keine viereckigen Hülsen und so wurden die kurzerhand von Jürgen aus Carbon selbst auf einen formgebenden Stück hergestellt. Noch ein Grund warum beim Hobeln der Spleiße exakt gearbeitet werden muss....sonst passt die Hülse nicht.

Hier war nun bei allen Schluss... leicht geschafft aber stolz wie Oskar!!! Blank fertig...

Ein super Wochenende mit vielen netten Meschen, köstlicher Verpflegung und qualmenden Kopf...


Im zweiten Teil werden die Ringe gewickelt und die Carbonhülse mittels Lack farblich dem Blank angepasst. Zudem wird der Blank und die Wicklungen mittels Schüttellackierung lackiert.

...Fortsetzung folgt

Gut Span wünscht Baltic Trouts

Bilder mit freundlicher Genehmigung von

Alexander Krusche (LMF) und Steffen

Organisation von Jürgen Fischer www.baltic-cane.de

 

 

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 19. Juni 2013 um 23:01 Uhr  

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